Berufe im Theater

Berufe im Theater

Wer macht was?

Positionen und Berufe innerhalb eines Theaters und einer Produktion – Von der Intendanz bis zum Pförtner.

Organigramm und Text von Annika Seuken

Der / die Bühnenbildner(in)

gehört zu den vielseitigsten Tätigkeiten im Theater. Der Bühnenbild-ner entwirft, nach Textanalyse und Recherche, das Bühnenbild für die einzelnen Szenen einer Inszenierung. Bei seiner Arbeit muss er eng mit dem Regisseur, dem Kostüm- und Maskenbildner sowie dem Beleuchtungsmeister zusammenarbeiten. In der Realisierungsphase arbeitet er mit den Vorständen der Werkstätten zusammen, die seinen Entwurf praktisch umsetzen sollen. Der Beruf setzt künstlerische und kreative Begabung, räumliches Vorstellungsvermögen, technisches Ver-ständnis und sehr gute Kenntnisse in Theatermusik und Kunstgeschichte voraus.

Der / die Disponent(in)

plant, in Abstimmung mit allen Abteilungen, den Proben und Auffüh-rungsbetrieb sowie die Gastspiele und Sonderveranstaltungen im eigenen Haus. Neben der Ter-minkoordination einer ganzen Spielzeit sowie der mittel- und kurzfristigen Planung hinsichtlich Um-besetzung, Gastspielen, Personaleinsatz, Belegung von Proberäumen und Bühnen, Auslastung der Werkstätten usw. gehört die Erstellung der täglichen Arbeitspläne zu seinen/ihren wichtigsten Aufgaben.

Der / die Dramaturg(in)

arbeitet in zwei Richtungen. Nach innen (innerhalb des Theaters) ist er/sie an der Spielplan- und Programmheftgestaltung eines Theaters beteiligt und engagiert die zu des-sen Umsetzung benötigten Künstler (z.B. Sänger, Schauspieler, Regisseure, Choreographen, Bühnenbildner) sowie das künstlerische und technische Personal. Er/sie sucht und liest dafür ge-eignete Stücke, bearbeitet sie in literarischer und musikalischer Hinsicht für die Regie und ist an der Konzeption und Durchführung von Projekten beteiligt. Darüber hinaus benötigt er/sie ein gu-tes Gespür für mögliche Neuinterpretationen früherer Werke sowie für aktuelle Strömungen in Kunst und Gesellschaft. Nach außen (gegenüber der Öffentlichkeit), kümmert er sich um die Ver-mittlung des künstlerischen Programms, die Einbindung des Publikums über theatrale Ereignisse. Dramaturgen sind Vermittler des Neuen und Anderen.

Der / die Inspizient(in)

ermöglicht den reibungslosen Ablauf einer Theatervorstellung. Als Vermitt-ler zwischen Kunst und Technik versucht er/sie mit dem Bühnenmeister und dem technischen Leiter das künstlerische Konzept des Regieteams in einen technischen Rahmen zu bringen. So gibt er anhand der Partitur oder des Textbuches von seinem/ihrem Pult aus die Kommandos für beispielsweise Lichtwechsel, ruft über Lautsprecher rechtzeitig die Künstler zur Bühne, betreut die Applausordnung usw.

Der / die Kostümbildner(in)

erarbeitet zusammen mit dem Bühnenbildner und dem Regisseur die Kostüme zu einer Theaterproduktion. Neben der von den Schauspielern auf der Bühne getrage-nen Kleidung fällt auch die Maske in den Aufgabenbereich des Kostümbildners. Er/sie arbeitet eng mit der Schneiderei, der/dem Gewandsmeister(in) und der/den Schneider(innen) des Theaters zusammen.

Der / die künstlerische(r) Direktor(in) / Intendant(in)

trägt die oberste künstlerische Verantwor-tung eines Theaters und stellt heute meist die Gesamtleitung des Hauses. Gemeinsam mit der kaufmännischen Direktion trägt er/sie im weiteren die Verantwortung, dass das Theater auch be-triebswirtschaftlich optimal geführt wird und dessen langfristige Finanzierung gesichert ist. Zu sei-nen/ihren wichtigen Aufgaben gehört ferner, die Öffentlichkeitsarbeit gegenüber dem Subventi-onsgeber und den Behörden und die Beziehungen zum Theaterträger, Publikum, Sponsoren und den Medien zu pflegen. Vereinzelt führt er/sie am eigenen Haus auch Regie.

Der / die Maskenbildner(in)

fertigt Perücken, Bärte, Zöpfe, Wimpern und andere Haartrachten an oder modelliert und kaschiert Masken und Gesichtsteile. Dazu bedarf es guter Kenntnisse über die verschiedenen Haararten, das Schminken, die Anatomie und die geschichtlichen Stilepochen. Als Maskenbildner(in) muss sie/er auch über eine gute Maltechnik und zeichnerische Fertigkeiten verfügen.

Der / die Regieassistent(in)

unterstützt den Regisseur / die Regisseurin und führt dazu das Re-giebuch, welches als Grundlage für die späteren Repertoirevorstellungen und Wiederaufnahmen dient. Diese Anweisungen dienen als Gedankenstütze sowohl der laufenden Probenarbeit als auch bei späteren Wiederaufnahmen des Stückes in den Spielplan. Der / die Regieassistent(in) erstellt im weiteren den Probenplan und muss mitunter selber eine Probe leiten können. Nach der Premiere obliegt ihm/ihr häufig auch die Abendspielleitung. Dabei arbeitet er/sie Gastkünstler ein und überwacht die Vorstellungen mit künstlerischer Sicht.

Der / die Regisseur(in)

inszeniert Bühnenwerke indem er / sie aufgrund eines zuvor entwickelten Regiekonzeptes eine Text- oder Musikvorlage in Szene setzt. Zu diesem Zweck bearbeitet er/sie die Vorlage nach seinen Interpretationsabsichten, vergibt die Rollen an geeignete Schauspie-ler(innen) und/oder Sänger(innen). Sobald dies geschehen ist, beginnen die Proben, die den Hauptteil der Arbeit eines Regisseurs ausmachen und auf das angestrebte Ziel hinführen. Bei diesem kreativen Prozess arbeitet er intensiv mit dem Dramaturgen, Bühnen- und Kostümbildner, mit Bühnentechnikern und weiteren Fachleuten zusammen, mit denen er einen engen Kontakt pflegt. Mit der Premiere endet die Arbeit der Regie.

Der / die Sänger(in)

gestaltet in einem musiktheatralischen Werk (Oper, Operette, Musical) mit stimmlichen und schauspielerischen Mitteln die ihm/ihr übertragene Rolle. Über seine/ihre künstle-rische Laufbahn entscheiden nicht nur die gesangliche und darstellerische Begabung, sondern vielmehr auch die Stimmlage und die Dynamik der Stimme. Neben der musikalischen Ausbildung im Einzel- und Gruppenunterricht gehört dazu auch die Schulung in schauspielerischen Diszipli-nen und das Erarbeiten eines Repertoires verschiedener Werke.

Der / die Schauspieler(in)

setzt mittels seiner/ihrer Stimme, Gebärde und Mimik nach einem Text und einem Regiekonzept fiktive Figuren in szenische Handlungen um. Dabei unterstützen ihn/sie weitere Elemente, wie das Bühnenbild, Licht- und Toneffekte, Maske, Kostüm, Requisiten usw. Seine/ihre Arbeit beginnt damit, dass er/sie sich zunächst selbstständig mit der ihm/ihr zugedach-ten Rolle, ihrem geschichtlichen und gesellschaftlichen Umfeld und besonders mit den Wesenszü-gen und Handlungsmotiven der zu gestaltenden Figur und denjenigen ihrer Mit- und Gegenspieler auseinandersetzt. Dem folgt die eigentliche Probenarbeit im Ensemble unter Anleitung eines Re-gisseurs, bei der das Stück bis zur Aufführungsreife entwickelt wird.

Der / die Tänzer(in)

entwickelt, mit stilisierten Bewegungen und Stellungen eine rhythmisch-räumliche Abfolge von Szenen.

Der / die Tonmeister(in)

bereitet nach Anweisungen der Regie auf Tonträgern Musik, Spezialef-fekte, einzelne Geräusche als auch ganze Geräuschkompositionen vor und blendet sie während der Vorstellungen über die sogenannte Ela-Anlage ein. Er/sie ist daher einerseits Techniker, braucht aber anderseits auch eine musikalische Ausbildung.

Der / die Ankleider(in)

stellt alle bei Proben und Vorstellungen eingesetzten Kostüme und Kos-tümteile bereit, versorgt sie und ist für deren einwandfreien Zustand verantwortlich. Auch ent-scheidet er/sie, wann ein Kostüm gereinigt werden muss, flickt es notfalls oder veranlasst, dass die Schäden bis zur nächsten Probe oder Vorstellung durch die Schneiderei behoben werden. Der / die Ankleidemeister(in) überwacht die Arbeiten, setzt das dafür benötigte Personal ein und kümmert sich um deren Stellvertretungen.

Der / die Ausstattungsleiter(in)

ist zuständig für sämtliche Atelierarbeiten des Theaters und da-her überwiegend künstlerisch tätig. Er/sie plant, koordiniert und beaufsichtigt die Atelierarbeiten und Fertigstellungstermine und sorgt dafür, dass die nötigen Besprechungen zwischen dem Büh-nenbildner, Assistenten und den Ateliermeistern rechtzeitig stattfinden und die nötigen Pläne, Zeichnungen und Modelle vorliegen.

Der / die Bühnenhandwerker(in)

stellt im Theater die Kulissen und andere Dekorationsteile auf, baut sie wieder ab und repariert oder ergänzt sie. Weil fast jedes Stück aus mehreren Bildern be-steht, muss er/sie aber auch während der Vorstellungen innerhalb kürzester Zeit Verwandlungen ausführen oder das Bühnenbild auf offener Szene umbauen.

Der / die Bühneninspektor(in)

leitet die bühnentechnischen Anlagen und ist zugleich verantwort-lich für die maschinellen Verwandlungen des gesamten Bühnenbetriebes, womit ihm die Aufsicht über alle maschinellen Hilfsmittel im Theater (Krananlagen, Hebezeuge, Wagen usw.) obliegen. Bei neuen Dekorationen mit maschinellen Antrieben bringt er Vorschläge über die Bauanfertigun-gen ein und veranlasst die Bauausführung. Als Verantwortlicher für die gesamte Ober- und Un-termaschinerie kann er bei Störungen und Gefahren notfalls den Bühnenbetrieb sofort unterbre-chen.

Der / die Bühnenmeister(in)

ist für den termingerechten Auf- und Abbau der Dekorationen und für den reibungslosen Ablauf des Bühnenbetriebes während der Proben und Vorstellungen zu-ständig. Er/sie erstellt die Grundrisse für alle Bühnenaufbauten, die Ablaufpläne mit den Umbau-ten und Verwandlungen und setzt die dafür benötigten Bühnenarbeiter ein. Während der Vorstel-lungen überwacht er/sie alle Umbauten und greift notfalls in diese ein. Er/sie ist ebenfalls dafür verantwortlich, dass die Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

Der / die Fundusverwalter(in)

trägt die Gesamtverantwortung für den Kostümfundus. Zu diesem Zweck führt er/sie ein Inventar aller Kostümteile, das stets auf dem neuesten Stand gehalten wird. Im weiteren, sorgt er/sie für eine übersichtliche und einwandfreie Lagerung aller Kostüme und Kleidungsstücke, welche für die laufenden Vorstellungen benötigt werden und von solchen be-reits abgespielter Produktionen. Zugleich veranlasst er/sie, dass diese jederzeit gebrauchsfertig sind, gereinigt, geflickt und bei Rollenumbesetzungen notfalls kurzfristig abgeändert werden.

Der / die Gewandmeister(in)

schneidet für die handelnden Figuren die Kostüme zu und verteilt die Arbeit an die unterstellten Schneider(innen). Bei Neuanfertigungen arbeitet er/sie eng mit dem Kostümbildner und der Regie zusammen, überlegt sich deren Umsetzung, greift aber womöglich auch auf passende Kostüme im Theaterfundus zurück. Für den laufenden Proben- und Vorstel-lungsdienst sorgt er/sie dafür, dass die benötigten Bekleidungsstücke rechtzeitig und in ordentli-chem Zustand bereitgestellt werden und unterstützt zudem den Ankleider(innen). Treten Gast-künstler auf, muss er/sie sich über deren Körpermaße informieren und gegebenenfalls kurzfristig Änderungen oder Neuanfertigungen ausführen können. Er/sie organisiert im weiteren die Anpro-ben und trägt wesentlich zu einer guten Theaterproduktion bei.

Der / die kaufmännische(r)-, verwaltungs-, geschäftsführende(r) Direktor(in),

leitet das Theater in betriebswirtschaftlicher Hinsicht. Somit unterstehen ihm/ihr das Finanzwesen, die Personaladmi-nistration, Bürotechnik und weitere Verwaltungsbereiche. Er/sie arbeitet eng mit den Träger-schaftsorganen, dem Subventionsgeber und ganz besonders mit der künstlerischen Direktion, die mit ihm/ihr das Haus meist gemeinsam leitet, zusammen. Er ist gehalten, deren Ziele zu fördern und den von der öffentlichen Hand vorgezeichneten Leistungsauftrag zu erfüllen aber auch ge-genzusteuern, wenn die Haushaltsplanung aus dem Ruder zu laufen droht.

Der / die Theatermaler(in)

bemalt Dekorationen, Prospekte, Bodentücher, Hänger, Bühnenbau-elemente, Möbel, Requisiten und Kostüme und bessert diese aus. Er/sie ist somit künstlerisch und handwerklich tätig und trägt wesentlich zur Bühnenbildgestaltung und einer guten Theaterproduk-tion bei. Selbstverständlich beherrscht er/sie die verschiedenen Maltechniken, kennt sich gut in der Material- und Farbenkunde und in der Architektur der verschiedenen Stilepochen aus. In der Funktion des/der Theatermalermeister(in) leitet er/sie den Malsaal, erarbeitet Vorschläge für die künstlerische Umsetzung der Bühnenbildentwürfe und ist verantwortlich, dass die dem Malsaal zufallenden Arbeiten sachgerecht und pünktlich ausgeführt werden.

Der / die Theatermaschinist(in)

bedient und wartet die Bühnenmaschinerie, wie Bühnenwagen, Drehscheibe, Ober- und Untermaschinerie, Versenkungseinrichtungen und Bühnenpodien. Mit diesen werden auf der Bühne große Umbauten wie Bühnenbildwechsel mit einem Knopfdruck vorgenommen. Als Maschinenmeister(in) fertigt er/sie aber auch Zusatzeinrichtungen, mit denen sich Dekorationsteile auf der Bühne verschieben lassen.

Der / die Plastiker(in)

stellt nach Entwürfen des Bühnenbildners plastische Bildteile her, die sonst aus Stein, Marmor oder Holz angefertigt werden. Dazu gehören plastische Kulissen und Dekorati-onsteile aber auch figürliche Teile sowie andere plastische Gegenstände. Zu diesem Zweck hat er/sie die verschiedenen Modellier-, Kaschier- und Abformtechniken zu beherrschen. Ferner muss er/sie Schablonen und Gestelle zur Herstellung von Figuren, Traillen oder Vasen zeichnen und anfertigen können.

Der / die Requisiteur(in)

stellt für jede Vorstellung alle Gegenstände bereit, die von den Darstel-lern oder zum Ausschmücken der Szenen benötigt werden. Dazu zählen Objekte, die der Darstel-ler trägt und benutzt, sowie Requisiten, welche das Milieu eines Bühnenbildes charakterisieren. Die Requisiten werden dem Fundus entnommen, neu angefertigt, hinzugekauft oder ausgeliehen. Als Requisitenmeister(in) muss er/sie aber auch in der Lage sein, selbst Requisiten herzustellen und zu reparieren und ist er/sie darüber hinaus für deren Lagerung verantwortlich. Pyrotechnische Effekte dürfen nur von dafür ausgebildeten Requisiteuren durchgeführt werden.

Der / die Theaterschlosser(in)

baut Stahlkonstruktionen, führt Kunstschlosserarbeiten aus und muss sich im Schmiedehandwerk und in allen Schweißtechniken auskennen. Denn er/sie stellt nach Anweisungen des Bühnenbildners auch Rüstungen, Säbel und andere Waffen her. Die Zu-verlässigkeit der Theaterschlossers ist für die Sicherheit aller Mitwirkenden auf der Bühne äußerst wichtig. Seine Arbeit trägt aber auch zur künstlerischen Bühnenbildgestaltung und zur techni-schen Durchführbarkeit der Theateraufführung bei. Als Schlossermeister(in) arbeitet er/sie ferner die Bauunterlagen aus, zeichnet die Konstruktionspläne, leitet die Schlosserwerkstatt, prüft die sachgemäße und termingerechte Ausführung der hergestellten Bauteile, überwacht ihrer Montage und veranlasst deren Weiterverarbeitung nach Produktionsende.

Der / die Schneider(in)

fertigt nach Angaben der Gewandmeister und Kostümbildner neue Kos-tüme an und halten diese instand. Bei der Anfertigung kommt es jeweils nicht nur darauf an, dass das Kostüm gut aussieht und auf der Bühne Farben- und Gruppenwirkung das gesamte Bühnen-geschehen und Bühnenbild beeinflusst, es muss vielmehr auch für den Bühnenbetrieb geeignet sein und mitunter erheblichen Strapazen standhalten. Er/sie muss auch ornamentieren und Sti-ckereien anfertigen sowie Pelze, Rupfen, Hanf usw. bearbeiten können. Zudem hilft er/sie bei Anproben mit, nimmt Kostümänderungen vor und steht dem/der Gewandmeister(in) bei.

Der / die Schreiner(in)

stellt nach den Anweisungen des Bühnenbildners die Grundkonstruktio-nen der Theaterkulisse her. Sein/ihr handwerkliche(s) Können entscheidet über die Betriebsfähig-keit und Haltbarkeit des gesamten Bühnenaufbaus. Gleichzeitig trägt es erheblich zur Sicherheit, künstlerischen Bühnenbildgestaltung und technischen Durchführbarkeit der Aufführungen bei. Der / die Theaterschreiner(in) ist Möbel- Schreiner, Holzbaukonstrukteur, Fahrzeugbauer (Stellmacher) und Holzschnitzer in einem. Als Schreinermeister(in) erstellt er/sie die Baubearbeitungszeichnun-gen, teilt die Materialien ein, besorgt die Vermassung, leitet die Schreinerwerkstatt, plant deren Aufgaben und ist er/sie dafür verantwortlich, dass diese sach- und termingerecht ausgeführt wer-den.

Dem / der Tapezierer(in)

obliegen alle Polsterarbeiten und die Anfertigung von Gardinen, Vor-hängen usw. Er/sie hat im Vorstellungs- und Probenbetrieb dafür zu sorgen, dass die Möbel und Vorhänge immer am richtigen Ort und zur richtigen Zeit vorhanden sind und trägt die Verantwor-tung für den Möbel-Fundus. Als Tapezierermeister(in) leitet er/sie die Werkstatt, überwacht deren Arbeiten und ist verantwortlich für einen reibungslosen Ablauf der in seinem Bereich anfallenden Aufgaben während der Proben und Vorstellungen. Besonders eng arbeitet er/sie dabei zusam-men mit der Requisitenabteilung.

Der / die Assistenz der technischen Direktion

ist zuständig für Einkäufe, Bestellungen, Organi-sation von Transporten, Sicherheitsfragen usw. Er/sie nimmt der technischen Direktion Arbeiten ab, welche zur Gesamtorganisation der Technik gehören, beispielsweise im Zusammenhang mit den Bühnenaufbauten und Bühnenbildplänen, der Feuerpolizei und Sicherheitswache, Foyerar-beiten und der Mitbetreuung von Vorstellungen usw. Als Stellvertreter(in) des technischen Direk-tors übernimmt er/sie bei dessen Abwesenheit zudem Führungsaufgaben.

Der / die technische Direktor(in) / Leiter(in)

plant und koordiniert die Arbeiten des gesamten technischen Bereichs eines Theaterbetriebes und seiner Produktionen. Er/sie hat gegenüber den andern Betriebsabteilungen eine Arbeitgeberfunktion, untersteht der Theaterleitung und ist für die Arbeiten aller technischen Abteilungen verantwortlich. Er/sie wacht auch über die Einhaltung des Budgets für die Ausstattung und die Gebäudeunterhaltskosten. Besondere Verantwortung trägt er/sie als Sicherheitsbeauftragte(r) des gesamten technischen Betriebes.

Der / die Werkstättenleiter(in)

ist zuständig für alle Werkstättenarbeiten des Theaters und ver-antwortlich, dass jedes Bühnenbild für die Dekorationsprobe hin pünktlich fertiggestellt wird. Ob-wohl er/sie überwiegend technisch tätig ist, plant und koordiniert er/sie die gesamte Produktion des Bühnenbildes nach den Vorstellungen des Bühnenbildners durch die verschiedenen Werk-stätten. Darüber hinaus überwacht er/sie die Kosten, erstellt die Endabrechnung und überprüft die Dekorationspläne hinsichtlich ihrer Sicherheit.

Theater Organigramm, erstellt von Annika Seuken


Quellen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Kategorie:Theaterberuf
https://docplayer.org/17709841-Berufe-im-theater-buehnenberufe-beleuchtungsinspektor-in-naehere-auskuenfte-schweizer-verband-technischer-buehnenberufe.html
https://karriere.unicum.de/berufsorientierung/berufsbilder/hinter-den-kulissen-theaterjobs
https://planet-beruf.de/schuelerinnen/mein-beruf/berufsfelder/berufsfeld-kunst-kultur-und-gestaltung/berufe-rund-um-buehne-und-theater/