Was ist das, ein Ding? Ist es eine Sache, das Objekt oder ein eher ein besonderes Teil oder Zeug? Ist ein persönlicher Gegenstand nicht auch immer Artikel und Produkt? Ist das Ding ein Artefakt großer Kunstfertigkeit oder Relikt einer vergangenen Zeit? Als Exponat soll es sich oder etwas darstellen. Durch die Tat wird es zum Asservat.
Wir gehen täglich mit Ihnen um, den Dingen um uns. Wir brauchen und verbrauchen sie, wir gestalten sie. Die Dinge werden von uns geordnet, eingeordnet und angeordnet, einsortiert und aussortiert. Sie haben große oder kleine oder keine Bedeutung. Wir können sie gut oder schlecht leiden, die Tasse oder den Aschenbecher.
Wir benutzen Dinge von guter Funktion mit wenig Bedeutung. Andererseits besitzen wir Dinge von großer persönlicher Bedeutung ohne jegliche Funktion.
Was aber ist das wahre Wesen des Dings, sein Charakter? Was ist seine Sprache? Die Dinge sprechen zu uns. Was haben sie uns zu zu sagen? Als Objekt in einer Ausstellung sagen sie etwas anderes als in unserer Schublade. Als Asservat eines Verbrechens etwas über die Tat, im Kunstwerk etwas über die Ideenwelt des Künstlers. Jedes Ding hat eine eigene Geschichte und kann in eine Geschichte mit Anderen geraten. Die Studierenden der Detmolder Schule für Gestaltung haben ihnen aufmerksam zugehört und im „Lexikon der Dinge“ eine Stimme verliehen.